Der Blog für analoge Fotografie

Analoge Fotografie ist ein bewusster Prozess aus Bildgestaltung, Filmentwicklung und Handwerk. In diesem Blog teile ich Erfahrungen, Techniken und Gedanken rund um analoges Fotografieren: von der Kameraausrüstung über die Dunkelkammerarbeit bis zu einzelnen Bildgeschichten. Wähle eine Kategorie aus oder scrolle nach unten für die neuesten Artikel.

Warum ich glaube, dass es so etwas wie “analoge Ästhetik” nicht gibt.

Kaum ein Begriff taucht in der Welt der Analogfotografie so häufig auf wie „analoge Ästhetik”. Viele Fotografen verbinden damit eine bestimmte Anmutung: Bilder wirken auf sie organischer, zeitloser oder authentischer als digitale Aufnahmen. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff? Liegt sie tatsächlich an technischen Eigenschaften des Films – Korn, Tonwertverlauf, Farbwiedergabe? Oder ist sie eher eine emotionale Wahrnehmung, geprägt durch den bewussten Prozess des analogen Fotografierens, durch unsere Erinnerungen an vergangene Bildwelten und durch die Geschichte der Fotografie selbst? Das Beispiel Salgado Im Sommer 2015 besuchte ich das Amerika Haus in Berlin, wo Sebastião Salgado sein Projekt „Genesis”…
Mehr …

Warum Fotografen ihre Aufnahmen dokumentieren sollten – und warum ohne Daten vieles Zufall bleibt.

Der Reiz der analogen Fotografie ist für viele der langsame Prozess und das Überwinden der vielen Hürden. Erst am Ende des Prozesses lässt sich das Ergebnis überprüfen. Wenn die Bilder dann nicht so aussehen wie erwartet, beginnt die Suche nach Antworten. Welcher Film war das noch einmal? Welche Belichtungszeit wurde gewählt? War diese Aufnahme mit Blende 2,8 oder Blende 11 entstanden? Welche Brennweite kam zum Einsatz? Welche Kamera lag eigentlich in der Tasche? Es bleibt großes Rätselraten statt gezielter Suche nach Antworten. Warum Dokumentation wichtig ist Bei der digitalen Fotografie werden viele Informationen automatisch gespeichert: Kamera, Objektiv, Brennweite, Blende, Verschlusszeit,…
Mehr …

Warum Schatten bei SW-Filme wichtiger sind als Highlights

Die kurze Antwort zuerst Wer nur eine Regel aus diesem Text mitnehmen möchte, sollte sich diese merken: Belichte für die Schatten, entwickle für die Lichter. Warum das so ist, und warum Film sich dabei fundamental anders verhält als ein digitaler Sensor, erklärt der Rest dieses Textes – inklusive der Kennlinien, die dahinterstecken, und einem konkreten Beispiel zum Schluss. Zwei Kennlinien im Vergleich Jedes lichtempfindliche Medium – Sensor oder Film – lässt sich durch eine Kennlinie beschreiben: eine Kurve, die zeigt, wie viel Ausgangssignal (Helligkeit im Bild) bei wie viel einfallendem Licht entsteht. Genau in der Form dieser Kurve liegt der ganze Unterschied.…
Mehr …

Was man wirklich braucht, um den ersten Film selbst zu entwickeln.

Kennen Sie das …? Freitagnachmittag, Drogeriemarkt, zum zweiten Mal in diesem Monat. Film abgeben, zehn Euro für Entwicklung und Scan – und wenn die Bilder ein paar Tage später da sind, ist die Qualität bestenfalls solide, oft aber ziemlich durchwachsen. Die Alternative: den Film per Post zum Profilabor schicken, eine Woche warten, diesmal für rund dreißig Euro – dafür mit spürbar besserem Ergebnis. Am Ende zahlt man für jeden Film, zehn bis dreißig Euro, je nachdem, wie viel einem die bessere Qualität wert ist. Der Gedanke drängt sich irgendwann auf: Das müsste man doch auch selbst können. Und genauso schnell…
Mehr …

Das Kopieren und Herunterladen dieser Fotos ist nicht gestattet.